Martin „Malles“ Bischoff – Musiker, Gitarrist, Sänger und leidenschaftlicher Botschafter keltischer und irischer Musik

Musik begleitet Martin Bischoff, besser bekannt als „Malles“, seit mehr als 45 Jahren. Geboren am 24. Dezember 1960 in Ostenfelde, hat er einen großen Teil seines Lebens mit dem verbracht, was für ihn nie einfach nur ein Hobby war: Musik machen, auf der Bühne stehen und Menschen mit einem Lied für ein paar Minuten aus ihrem Alltag holen.

Seine musikalische Heimat ist dabei weit gefächert. Neben Rock, Blues und deutschsprachiger Musik gilt seine besondere Leidenschaft der irischen und keltischen Musik. Dabei geht es Malles nicht darum, Irland lediglich musikalisch zu imitieren. Ihn fasziniert vielmehr das Lebensgefühl, das in dieser Musik steckt: Geschichten, Melancholie, Lebensfreude, ein kräftiger Schuss Humor – und natürlich die unverzichtbare Verbindung aus Gitarre, Stimme und einem guten Guinness.

Die Gitarre als ständiger Begleiter

Die Gitarre ist seit Jahrzehnten das wichtigste Instrument in seinem musikalischen Leben. Malles beherrscht dabei sowohl akustische als auch elektrische Instrumente und bewegt sich musikalisch sicher zwischen Folk, Rock, Blues und Singer-Songwriter-Musik.

Zu seinem Equipment gehören unter anderem eine Lakewood-Western-Gitarre, eine Ibanez S 670, ein AER-Akustikverstärker und ein Marshall Silver Jubilee. Auch Bass und Schlagzeug gehören zu seiner musikalischen Welt.

Doch bei aller Technik bleibt für Malles eine Sache entscheidend: Ein guter Song funktioniert auch dann, wenn nur eine Gitarre und eine Stimme übrig bleiben.

Genau dort fühlt er sich besonders wohl.

Irish Folk – Geschichten, die man singen kann

In seinem Irish-Folk-Programm verbindet Malles traditionelle irische Lieder mit modernen Songs, die den Geist der grünen Insel weitertragen.

Klassiker wie „The Wild Rover“ oder „Dirty Old Town“ gehören ebenso zu seinem Repertoire wie Stücke von U2 oder Hozier. Dabei entsteht ein Programm, das nicht nur musikalisch, sondern vor allem atmosphärisch funktioniert.

Mal wird es laut und ausgelassen, mal ruhig und melancholisch. Zwischen den Liedern gibt es Geschichten, kleine Anekdoten und den einen oder anderen trockenen Spruch.

Ein Abend mit Malles ist deshalb weniger ein Konzert im klassischen Sinn als eine musikalische Reise durch die verschiedenen Gesichter Irlands.

Und die dauert gerne einmal zwei Stunden.

Musik ist für Malles immer auch Begegnung

Neben seinen eigenen Auftritten engagiert sich Martin Bischoff seit vielen Jahren für die lokale Musikszene. In Oelde ist er unter anderem eng mit der „Oelde Akustisch Open Stage“ verbunden. Bereits 2013 wurde er als Mitorganisator der Veranstaltung genannt.

Die Idee dahinter passt perfekt zu seiner eigenen Vorstellung von Musik: Eine Bühne sollte nicht nur den großen Namen gehören. Sie sollte offen sein für Menschen, die etwas zu erzählen haben – mit ihrer Stimme, ihrem Instrument und ihrem eigenen Stil.

Bei „Oelde Akustisch“ treffen deshalb unterschiedlichste Musiker und Stilrichtungen aufeinander. Malles selbst stand dort natürlich ebenfalls immer wieder auf der Bühne.

Malles’ Gefährten

2024 kam ein weiteres Kapitel hinzu: Malles’ Gefährten.

Die vierköpfige Formation aus Oelde verbindet rockige und folkige Elemente mit deutschsprachigen Texten. Im Mittelpunkt stehen die Songs und Texte von Martin Bischoff. Die Band beschreibt ihren Stil mit einem augenzwinkernden, aber ziemlich treffenden Motto:

„Rock, Radau und schöne Töne.“

Die Musik reicht dabei von gefühlvollen Balladen bis zu kräftigen Gitarrenriffs. Die Texte erzählen Geschichten, nehmen sich selbst und die Welt manchmal nicht ganz so ernst und dürfen trotzdem durchaus nachdenklich werden.

Dass das Konzept funktioniert, zeigt auch die Resonanz auf die bisherigen Auftritte. Die Band wird als Formation beschrieben, die intelligente Texte mit eingängiger Musik verbindet.

Das erste Album „Rock, Radau und schöne Töne“ erschien im November 2024 und enthält unter anderem die Stücke „Meer sehen“, „Engel“, „Weißt Du Noch“, „Morgen heim“ und „Sydney“.

Mehr als 45 Jahre Bühne

Mehr als vier Jahrzehnte Bühnenerfahrung hinterlassen Spuren – und zwar im besten Sinne.

Malles hat erlebt, wie sich die Musiklandschaft verändert hat. Von den Zeiten, in denen ein Musiker vor allem seine Instrumente, einen Verstärker und ein Kabel brauchte, bis zur heutigen digitalen Welt.

Geblieben ist das Entscheidende:

Die Musik muss beim Publikum ankommen.

Malles braucht keine spektakuläre Show, um einen Raum zu füllen. Eine Gitarre, eine Stimme und ein guter Song reichen ihm oft vollkommen aus.

Vielleicht ist genau das der Kern seiner Musik.

Ein Musiker mit irischer Seele

Wer Malles als irischen Musiker bezeichnet, meint deshalb weniger seine Herkunft als seine musikalische Haltung.

Irland ist für ihn ein Gefühl.

Es ist der Klang einer akustischen Gitarre.

Es ist eine Stimme, die eine Geschichte erzählt.

Es ist ein Lied, bei dem plötzlich alle mitsingen.

Es ist Melancholie, die trotzdem lächelt.

Und natürlich gehört auch das eine oder andere Guinness dazu.

Oder, um es mit den Worten zu sagen, die wohl am besten zu ihm passen:

Eine Gitarre. Eine Stimme. Ein Guinness.

Und irgendwo dazwischen beginnt die Musik.

Die öffentlichen Quellen bestätigen auch, dass Malles’ Gefährten inzwischen weiterhin aktiv sind und 2026 Auftritte hatten.